Die Geschichte des Freiburger Flugplatzes

Der Freiburger Flugplatz zählt mittlerweile zu den ältesten Flugplätzen Deutschlands. Er entstand auf dem Gelände eines Exerzierplatzes im Nordwesten der Stadt. Dieser war während des Baus der Erbgroßherzog-Friedrich-Kaserne ab 1888 neben dem Freiburger Hauptfriedhof eingerichtet worden.

 

Als erster Flugbetrieb in Freiburg kann eine Ballonfahrt bezeichnet werden, die im Jahr 1907 über dem späteren Flugplatz stattfand. Am 21. Mai 1911 war Freiburg Etappenort des "Ersten Zuverlässigkeitsfluges am Oberrhein". Diese Veranstaltung kann als Beginn der zivilen Nutzung des Flughafens betrachtet werden.  In den 1930er Jahren, in denen der Platz überwiegend militärischen Zwecken diente, erlebte der Flugplatz eine Blütezeit, vor allem durch ab dem 5. Juli 1926 nach Stuttgart sowie ab dem 2. Juni 1930 nach Konstanz von der Lufthansa durchgeführte regelmäßige Linienflüge.

 Flugplatz Freiburg in den 30er-Jahren vor dem Abfertigungsgebäude
© Jürgen Schelling

1936 gab es Bedarf nach einem neuen Empfangsgebäude. Die ersten Pläne für das Gebäude erstellte der Freiburger Architekt Rudolf Schmid. Seine Pläne kamen jedoch nicht zur Ausführung. Grundlage der Bauausführung ab Sommer 1939 wurden vielmehr der Rohstofflage geschuldet und führte zu vereinfachten Plänen des Freiburger Hochbauamts unter Leitung von Joseph Schlippe. Das schlichte Gebäude sollte zu Repräsentationszwecken ab Oktober 1939 durch Kunst am Bau mittels Skulpturen von Hellmuth Hopp aufgewertet werden. Durch den inzwischen ausgebrochenen Zweiten Weltkrieg verzögerte sich die Fertigstellung des Gebäudes bis 1942. Die Hopp-Skulpturen wurden sogar erst 1946 von der französischen Besatzungsarmee aufgestellt, die den Flugplatz nach dem Zweiten Weltkrieg mehrere Jahrzehnte nutzte.

 

Ab 1937 befand sich hier der Fliegerhorst Freiburg. Er diente ab 1939 dem Flieger-Ausbildungs-Regiment 23, später umbenannt in Flugzeugführerschule A/B 23 und nochmals umbenannt in Flugzeugführerschule A 23 bis 1945 als Ausbildungsplatz. Im Juni/Juli 1940 lagen mit der I./ZG 52 (I. Gruppe des Zerstörergeschwaders 52) und der II./ZG 2 erstmals auch aktive fliegende Einheiten hier.

 

Nachdem lange über eine Schließung des Platzes diskutiert worden war, ist der Bestand jetzt gesichert: Mit einer deutlichen Mehrheit von 71 Prozent stimmten die Freiburger 1995 für den Erhalt ihres "Flugplätzles".

 

2010 erfolgte ein Sicherheitsausbau des Flugplatzes. Mit zusätzlicher Auslaufstrecke der Landebahn und einer modernisierten Nachtflugbefeuerung entspricht Freiburg nun den verschärften Sicherheitsanforderungen der EU.

Im Rahmen des Papstbesuches in Deutschland 2011 feierte Benedikt XVI. am 25. September 2011 zusammen mit 100.000 Menschen einen großen Abschlussgottesdienst auf dem westlichen Bereich des Flugplatzes.

 

Am 1.Februar 2015 stimmte Freiburg in einem Bürgerentscheid mehrheitlich für den Bau des neuen SC-Fußballstadions am westlichen Rand (Wolfswinkel) des Flugplatzes.

 

Die umfangreiche Geschichte des Freiburger Flugplatzes, beruhend auf einer Recherche von Herrn Walter Vetter aus dem Jahr 1971,  können Sie unter den rechts abgebildeten Menüpunkten nachlesen. Wir sind Herrn Walter Vetter zu großem Dank verpflichtet und wünschen Ihnen viel Spass bei der Lektüre.

 

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Die Geschichte des Freiburger Flugplatzes (Walter Vetter)

Anfänge bis 1. Weltkrieg